Gottesdienst: Ja, bitte! Ergebnisse der Umfrage

Gespeichert von admin am Sa., 22.01.2022 - 16:40

Im Herbst lag dem KONTAKT ein Fragebogen bei. Zum Thema Gottesdienst. Was ist denn wichtig für die Leute? Das haben wir in dem Kreis überlegt, der sich Gedanken macht um einen «Gottesdienst für alle». Und beschlossen, einfach mal zu fragen… Max Mehl und Dieter Schnupp haben dann –unter ordentlichem Zeitdruck – den Fragebogen entworfen, gedruckt, in die KONTAKTe verteilt. Nun liegt die Auswertung vor. Alle Zahlen können auf unserer Homepage eingesehen werden. Hier eine Kurzzusammenfassung:

Wer hat geantwortet?

Ca 5% Rücklauf sind eine gute Basis. Die Altersverteilung entspricht dabei der Altersstruktur in Deutschland und in der Johannesgemeinde. Nur ein Fragebogen wurde von einer Person geschickt, die nie zur Kirche geht. Um herauszukriegen, was Menschen zum Gottesdienst locken könnte, die eben nicht hingehen, müssen wir uns noch was einfallen lassen… Die meisten Rückläufe kamen von Menschen, die mehrmals im Monat kommen.

Welche Gottesdienste werden besucht?

Je nach Alter war hier der «Hauptgottesdienst» (G1) der Renner bzw. der «Gottesdienst in freier Form» (Schatzinsel).

Eindeutige Ergebnisse: Uhrzeit, Dauer, Kaffeetrinken!

Hier herrschte große Klarheit: 10.00 wäre die ideale Zeit, eine Stunde die richtige Dauer für einen Gottesdienst und ein Kaffee hinterher höchst willkommen.

Wobei die Zeiten, die wir pandemiebedingt ganz schnell eingeführt haben, 9.30 und 11.30 gut angenommen wurden und sehr o.k. sind. Keine/r hat da gemeckert.

Einigkeit:

ALLE Befragten gaben zudem an, inhaltlich dem Ablauf des Gottesdienstes problemlos folgen zu können. Das liegt sicher am Gottesdienstblatt, das jeden Sonntag bereitliegt. Und beim G0-Gottesdienst an der durchgehenden Moderation. Akustische Probleme gaben einige Ältere an. Ja, das Sprachverstehen ist in unserer Kirche nicht ganz leicht – dafür klingt Musik umso toller! – daran arbeiten alle, die Gottesdienst halten, intensiv.

Was ist wichtig im Gottesdienst?

Musik und Gesang auf jeden Fall und die Predigt. Das Abendmahl ist nur für etwa 45% der Befragten bedeutsam. Auffällig: Menschen unter 40 benannten weder Liturgie noch das Abendmahl.

Gottesdienst als Kommunikationsgeschehen?

Ja, viele gehen mit Familie und Partner*in zur Kirche. Und freuen sich auch, in der Kirche Freunde und Bekannte zu treffen. Das gilt auch für die, die alleine kommen. Interaktive Elemente braucht es deshalb trotzdem während des Gottesdienstes nicht, da sind sich die meisten einig. Gemeinsames Essen könnte gelegentlich sein, danach, nicht als Frühstück.

Welche Musik?

Die Orgel steht da an erster Stelle, gefolgt vom Kirchenchor und klassischen Instrumenten. Die Jüngeren lieben die Band, einige können aber auch Orgel ab…

Welche Themen?

Aktuelles soll im Gottesdienst angesprochen werden. Dabei sind die Lebensbereiche, die wir selbst beeinflussen können (Ermutigung/Lebensgestaltung/Glaubenshilfe) wichtiger als das Weltgeschehen, auf das wir kaum Einfluss haben.

Welche Folgerungen müssen wir ziehen?

Deutlich wurde, dass Lebensnähe und Aktualität in allen Gottesdienstformen vorkommen müssen. Ob es aber möglich sein wird, einen «Gottesdienst für alle» zu etablieren, das lassen die Umfrageergebnisse eher bezweifeln. Viele sind mit der je besuchten Form des Gottesdienstes zufrieden. Falls es gemeinsames geben soll, dann müssen auf jeden Fall Kinder willkommen sein und alle Leute berücksichtigt werden, egal ob jung oder alt, Single oder Familie. Dafür warben viele freie Äußerungen eindringlich.

Sobald Pandemie es zulässt: Kirchenkaffee

Pfarrerin Dr. Bianca Schnupp

PS Hier hochmals der Link auf die Darstellung der Zahlen.

Letzte Aktualisierung
22.01.2022 - 16:01